Bernd Rüggeberg sagt "seiner" Volksbank adieu

Bernd Rüggeberg (zweiter von rechts) hat gut lachen: Er erreicht am 31. Januar den Ruhestand und gibt die Regie in der Rader Filiale der Volksbank Remscheid-Solingen an Dirk Eisenhuth (zweiter von links) weiter. Vorstandsvorsitzender Frithjof Grande (links) und Uwe Schmidt, Leiter der Privatkundenabteilung, gratulierten den beiden.

Der Filialleiter der Volksbank Remscheid-Solingen in Radevormwald Bernd Rüggeberg verabschiedet sich nach 23 Jahren von Kunden und Kollegen. Kurz vor Beginn seines Ruhestands erntete gestern Filialleiter Bernd Rüggeberg (59) viele Komplimente: "Er hat unser Haus in Radevormwald weit nach vorne gebracht", bescheinigte ihm Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender bei der Volksbank Remscheid-Solingen.

 

Rüggeberg, der 1969 bei dem Geldinstitut begann, führte 23 Jahre die Niederlassung in Radevormwald. Am 31. Januar endet hier sein berufliches Engagement mit dem Vorruhestand. Er übergibt die Regie an Dirk Eisenhuth (39), der bislang die Volksbankfiliale in Lennep leitete. "Wir brauchen hier einen erfahrenen Banker, der die Arbeit von Herrn Rüggeberg fortsetzt - und zwar bergisch und authentisch. Herr Eisenhuth ist der richtige Mann am richtigen Ort", hob gestern Frithjof Grande hervor.

 

Bernd Rüggeberg bekundete, dass er mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe: "Mir hat die Arbeit in unserem Team immer großen Spaß gemacht. Ich freue mich aber auch darauf, was kommt." Die freie Zeit will er nun nutzen, um sich seinen Hobbys zu widmen - vom Motorradfahren bis zum Wohnmobil, von der Sauna bis hin zur Gartenarbeit. "Einstweilen muss ich aber erst mal den Keller aufräumen", erklärte er mit seiner gewohnten Selbstironie.

 

Für seine stets direkte Art bekannt

Und genau für seine ganz eigene, stets direkte Art ist der 59-Jährige nicht nur als Mitarbeiter der Volksbank bekannt geworden, wo er zuletzt eine fünfköpfige Mannschaft anführte. Viele Jahre hatte sich Rüggeberg im Stadtrat engagiert. Er war Fraktionschef der FDP und leitete im Ehrenamt zwischenzeitlich den Aufsichtsrat der krisengeschüttelten Bäder GmbH. Nach dem Umbau des Freizeitzentrums life-ness hatte er die Aufgabe übernommen, den finanziellen Scherbenhaufen zusammenzukehren. Im September 2010 folgte dann sein überraschender Rückzug aus der Kommunalpolitik. "Eine Rückkehr ist ausgeschlossen", gab Rüggeberg zu Protokoll. Sein Nachfolger kommt aus Wermelskirchen und will eine feste Konstante im Radevormwalder Bankenwesen werden. "Ich brauche nicht alle vier Wochen eine Veränderung", erklärte Eisenhuth, der einen Schwerpunkt auf das Kreditgeschäft legen will. Hier sieht er in Rade bei mittelständischen Unternehmen Perspektiven. "Immer wieder werden hier ja neue Gewerbeflächen erschlossen", erklärt der Vater zwei Kinder, der sich in seiner Freizeit gerne mal mit seinem Oldtimer beschäftigt - einem alten Sportwagen.

 

Mit Bernd Rüggeberg auf Kundenbesuch

Mit Bernd Rüggeberg ist er in diesen Wochen viel unterwegs gewesen und hat zahlreichen Kunden einen Besuch abgestattet. Klar sei, dass er in große Fußstapfen trete, ließ Dirk Eisenhuth gestern durchblicken. Eigene Spuren könne aber nur jemand hinterlassen, der auch eigene Akzente setzt. Vor diesem Hintergrund werde er die Aufgabe annehmen. Die besten Wünsche seines Vorgängers dürften ihn dabei begleiten, wobei dieser bis zuletzt "volle Pulle" gegeben habe. "Auch das ist vor dem Antritt des Ruhestands nicht selbstverständlich", erklärte Vorstandschef Grande an die Adresse Rüggebergs.

 

© RGA, 18.01.13 Frank Michalczak