"Umfrageguru von Forsa" beim "Kall nit - Talk"

Kurzweilig und unterhaltsam wars. Und "Kall nit - Talk" von und mit Horst Kläuser, als Medienpartner unterstützt vom Remscheider General-Anzeiger, erwies sich am Freitagabend im Teo Otto Theater einmal mehr als Publikumsmagnet. Applaus gab es schon, bevor der erste Gast auf dem grünen Sofa Platz genommen hatte: "Wir nähern uns dem Punkt, dass unser schönes Orchester erhalten bleibt", erklärte der prominente Radiomann, der damit sein Versprechen hielt, bei jeder seiner Talkabende die Bergischen Symphoniker ins Gespräch zu bringen.

 

Dazu warb er dafür, eine Patenschaft zu übernehmen: "Sie könnten sich beispielsweise die Geigerin aus der dritten Reihe oder vielleicht die Oboe von hinten aussuchen", schlug er mit einem Augenzwinkern vor.

 

"Wie heißt der gleich noch?"

 

Kläuser auf der Suche nach dem Namen des SPD-Kanzlerkandidaten

 

Angekündigt als "Umfrageguru von Forsa" holte Horst Kläuser als erstes Professor Dr. Manfred Güllner, einen gebürtigen Remscheider auf die Bühne. "Als ich heute hier ankam, habe ich erst mal geguckt, ob das Haus meines Opas an der Lenneper Straße noch steht. Das tut es", erzählte er. Mit Blick auf die Umfragewerte des derzeitigen SPD-Kanzlerkandidaten - "wie hieß der gleich noch... " frotzelte Kläuser - wollte der Moderator wissen, wie viele Menschen für so eine Hochrechnung eigentlich befragt werden müssten. "Kommt drauf an, was ich wissen will", erklärte Güllner. Warum manchmal 2000 Stimmen gebraucht würden, manchmal aber auch 500 Stimmen reichten, dafür gab er ein Beispiel: "Bei der Frage, was sie davon halten, dass in den Rhein abgekippt wird, stand das Meinungsbild ziemlich früh fest - alle Befragten waren dagegen."

 

Was es mit der Pflanzensymbolik auf sich hat und warum die "Phlomis Samia" in Kläusers Garten im Sommer nicht geblüht hat - das und noch vieles mehr wusste die Staudengärtnerin Anja Maubach unterhaltsam zu erzählen. "Der Garten ist wie ein Bühnenbild, ein Spiel zwischen Ordnung und Chaos", ist sie überzeugt und klärte den Moderator auf, dass seine Staude nur alle zwei Jahre blüht.

 

"Als ich hörte, dass Frithjof Grande Extremsportler ist, wollte ich eigentlich gar nicht auf die Bühne", sagte Kläuser mit Blick auf seine nicht ganz schlanke Linie, bevor er den Chef der Remscheider Volksbank begrüßte. Und der betonte, dass man im Bergischen vernünftig mit dem Geld umgehe, nur tue, wovon man etwas verstehe und Zocken nicht in Frage käme. "Als Extremsportler lernt man, anständig zu sein. Und es verlangt Disziplin", so Grande, der sich auch in Uganda engagiert.

 

Warum in der Krippenplatzdiskussion so richtig Musik für ihn drin ist - das schilderte Comedian René Steinberg herrlich spaßig. Und spielte dann vor, wie es klingt, wenn Till Schwaiger Unterstützung von Herbert Grönemeyer bekommt, der dann seinen Hit "Was soll das" in Richtung Tatortkamera nuschelt. Das Publikum amüsierte sich köstlich.

 

© RGA, 22.04.13, Sabine Naber