Spannender Blick auf Russland und die Ukraine – WDR-Chefreporter Horst Kläuser fesselt die bergischen Unternehmer beim Volksbank-Frühstück

Bild: Die Volksbank-Vorstände Frithjof Grande (Vorstandsvorsitzender, r.) und Andreas Otto (l.) begrüßten den Radio-Journalisten Horst Kläuser beim Volksbank-Frühstück.

Horst Kläuser ist Remscheider durch und durch. Dass der WDR-Chefreporter aber auch ein Stück seines Herzens an Russland und die Ukraine verloren hat, wurde am Dienstagmorgen beim Volksbank-Frühstück deutlich. Über 70 geladenen Gästen aus der heimischen Wirtschaft brachte Kläuser seinen Blick auf die einst befreundeten Nachbarländer nahe, die seit zwei Jahren im blutigen Konflikt miteinander liegen.

Business-Smalltalk bei einer guten Tasse Kaffee, Informationen aus erster Hand bei Rührei und Brötchen – das sind die Zutaten der Volksbank-Frühstück-Veranstaltungen. Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Remscheid-Solingen eG, freute sich, in der Reihe der hochkarätigen Referenten dieses Mal einen Remscheider begrüßen zu können. Das Thema Russland-Ukraine sei zurzeit weitgehend aus den Schlagzeilen der Medien verschwunden, stellte Grande in seiner Begrüßung fest. Dass der Konflikt aber keineswegs gelöst ist, machte Horst Kläuser anschließend deutlich.

Kenntnisreich, informativ und unterhaltsam zugleich rief der Journalist die Entwicklung der Ukraine in Erinnerung, sprach von der großen Aufbruchsstimmung nach der orangenen Revolution 2004 und wie Europa das nach Westen drängende Land danach vergessen habe. Die Annäherung an Europa sei es, die Russland verhindern wolle.

Mit Blick auf die heutige Situation wurde Kläuser ernst und eindrücklich: Die Menschen in der Ukraine wünschten sich das, was für uns selbstverständlich sei: Freiheit und Menschenrechte. „Es ist unsere moralische Verpflichtung, diesen Menschen die Hand zu reichen, damit sie in unser gemeinsames Haus Europa ziehen.“

Von 2002 bis 2008 war Horst Kläuser ARD-Korrespondent in Moskau, berichtet heute noch immer wieder live aus Russland und der Ukraine. Die Entwicklung Russlands nannte er tragisch. Sie erfülle ihn mit tiefer Traurigkeit. Er kennt und liebt Land und Leute, hat russische Verwandte und Freunde dort. Und er hat Freunde verloren: Weil die anti-westliche Propaganda der meist staatsgelenkten Medien in Russland auch an gebildeten Menschen nicht vorbeigehe.

Russland, die Ukraine und Europa – das ist ein vielschichtiges, kompliziertes Geflecht. Das wurde an diesem Morgen in der Volksbank-Zentrale deutlich. Horst Kläuser half den Gästen, ein bisschen mehr zu verstehen.