Einsendungen bestätigen hohes Niveau in Remscheids Schulen

RGA und Volksbank ehren bei Festakt großes Engagement, das über den Unterricht hinausgeht. Fortsetzung für 2015 versprochen.

Von Andreas Weber

Christian Knies war den Tränen nahe. „Ich bin sprachlos.“ Dem Schulleiter der Heinrich-Neumann-Schule versagte gestern bei der Siegerehrung des 1. Remscheider Schulpreises in der Hauptschule Wilhelmstraße kurz die Stimme.

 

2500 Euro nahm er in der Kategorie Berufskollegs/Förderschulen für alternatives Lernen wie Klettern, Tauchen, Angeln oder die Fahrradwerkstatt in Empfang. „Unsere Schüler haben so viel Energie, die muss nach dem Unterricht irgendwo hin“, erläuterte Knies die Grundidee. Den Geldsegen nutzt die Förderschulemit Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung gerne, um weitere Projekte wie Erlebnispädagogik anzubieten. RGA und Volksbank machen dies möglich.Die Partner hatten den 1. Remscheider Schulpreis ausgelobt, dotiert mit 10 000 Euro. Aus 22 Bewerbungenwählte eine Jury acht Preisträger aus.
Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Remscheid-Solingen eG, rückte unter Verweis auf die Einsendungen den Ruf der Lehrer zurecht. „Sie freuen sich nicht nur, wenn die Pause beginnt.“ Wie in der Grundschule Hackenberg, in der das Angstfach Musik seinen Schrecken verloren hat. Unter Anleitung von Christiane Benscheid-Rick und Cornelia Allenstein (beide Musikschule) erlebt das Chorwesen eine Blüte. „Bei uns singt die ganze Schule“, bemerkte Lehrerin Christel Schulze stolz. Ob Sozialpraktika, Pflege eines Naturgartens, Austausch mit Senioren, interkulturelles Tanzprojekt, Pausenentspannung oder fair gehandelte Snacks am Schulkiosk – in allen Ideen sieht Grande das „hohe Niveau der Remscheider Schulen“ bestätigt. Die Verleihung nutzte der Bänker, um in Sparzeiten an den anwesenden OB Burkhard Mast-Weisz zu appellieren: „Haben Sie ein offenes Ohr für Kinder- und Jugendprojekte.“

2015 wird der Schulpreis in die zweite Runde gehen.

Zur Nachahmung wird geraten. So hofft Rögy-Lehrer Ralf Giefers-Kremer, dass der Fairtrade-Gedanke seiner Schüler die Stadt erfasst: „Wir würden uns wünschen, dass Remscheid Fairtrade-
Town wird“, sagte er. Vielleicht schon 2015. Dann geht der Schulpreis in die zweite Runde. Das versprachen Grande und RGA-Chefredakteur Stefan M. Kob.

 

veröffentlicht im Remscheider General-Anzeiger am 01.07.2014