Zählen half nicht mehr. Dr. Ralph Bültmann musste die grünen Karten wiegen, die in den vergangenen zwei Wochen in der Bergischen Apotheke, der Sparkasse und der Volksbank abgegeben worden waren.
3 500 schätzt er, sind zusammengekommen - ohne die, die noch in den Einzelhandelsgeschäften liegen dürften.Der Vorsitzende des Fördervereins des Johanniter-Krankenhauses hat mit der Aktion eine Umfrage anregen wollen: "Was wünsche ich mir vom neuen Krankenhaus-Träger?"
Viele Menschen in Rade verbänden mit dem Verkauf noch immer die Schließung des Krankenhauses. Auch eine mögliche Spezialisierung auf wenige Fachgebiete setzten die Rader damit gleich. Das zumindest ist Bültmanns Eindruck.
Dass die Aktion eine so große Resonanz haben würde, überrascht den Apotheker aber doch. Es bedeute aber auch viel - denn die Rader nähmen die Geschehnisse um "ihr" Krankenhaus offensichtlich sehr ernst.
"Welche Erwartungen an die neue Leitung gerichtet werden, können wir erst in einigen Tagen nach der Auswertung sagen", kündigt er an. Auch, dass die Karten schon bald als "grünes Band" in den Schaufenstern der Rader Geschäfte hängen werden, um ein deutliches Zeichen zu geben. Ob der Platz in den Fenstern überhaupt reicht, weiß er nicht.
© Bastian Hamacher, rga online portal, 21.11.2011