Mathe, Geschichte, Latein büffeln? Nicht nur - am Remscheider Leibniz-Gymnasium können die Schüler der 10. Klassen auch einen "Finanzführerschein" erwerben. Der befähigt die jungen Leute zum richtigen Umgang mit den eigenen Finanzen - und wird erst nach einer echten Prüfung ausgehändigt.
Dieser spezielle Schein gehört zum Fünf-Säulen- Modell, das die Volksbank Remscheid-Solingen seit fünf Jahren im Rahmen einer Bildungskooperation den Schülern des Leibniz- Gymnasiums anbietet. "Sehr erfolgreich", wie gestern im Rahmen einer kleinen Bilanz Schulleiterin Gisela Bölling und Koordinator Rudolf Biggemann betonten. In den Räumen der Bank, damit einmal außerhalb der Schulatmosphäre, können die Schüler die Luft der Berufsrealität schnuppern.
Bewerbertraining, Wirtschaftsunterricht, der Ausbildungsberuf Bankkaufmann und Praktika gehören neben dem Finanzführerschein zum Programm. Und der Finanz- Führerschein stammt von einer "Tochter" der Verbraucherzentrale. In der Bewerbermappe für eine Ausbildung mache sich der "Führerschein" als Ausweis persönlichem Engagements recht gut, betonte Gymnasiallehrer Rudolf Biggemann.
"Kooperationenzwischen Schule und Wirtschaft sind an sich nichts Neues, wie wir das ja schon seit Jahren mit dem Leibniz- Gymnasium erfolgreich praktizieren", sagte Frithjof Grande. Er findet es aber wichtig, dass Verständnis für Wirtschaft zur Allgemeinbildung gehört - dann ließen sich auch die durchaus existenten Missstände besser einordnen. Jüngst hat auch das Gertrud-Bäumer-Gymnasium einen förmlichen Kooperationsvertrag mit der Volksbank unterschrieben.
© Gerhard Schattat, rga-Remscheid, 19.03.2010
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