Mit diesen drei "V" hat die Volksbank Remscheid-Solingen das Geschäftsjahr 2009 sehr erfolgreich gestaltet.
Die Bankvorstände Frithjof Grande und Andreas Otto zeigten sich recht zufrieden.
Immerhin hat die bergische Regionalbank mit 18 Filialen und 265 Mitarbeitern ihr (vorläufiges) Geschäftsergebnis (noch ohne Risikobewertung) um 30 Prozent auf 18,4 Millionen Euro steigern können. Einlagen und Zinsüberschuss wuchsen kräftig - dazu die Tabelle unten. Das Geld wurde, wie Frithjof Grande betonte, im ganz "altmodischen" Bankgeschäft verdient. "Dafür wurden wir früher belacht." Risiken wie im Investmentbanking geht die Volksbank nicht ein. "Mit Griechenlandanleihen könnten wir sechs Prozent Zinsen erzielen", sagt Grande - doch auch solche Risiken sind bei der Volksbank tabu. Kredite vergeben, die bergischen Unternehmen unterstützen,
wo es eben der Bonität entsprechend möglich ist, das sehen die Volksbanker als Aufgabe. "Mit Boni haben wir keine Probleme", unterstreicht Andreas Otto.
Die Vermögensberater würden nicht nach Umsatz bezahlt - vernünftige Beratung für den Kunden solle im Mittelpunkt stehen. Das habe sich im letzten Jahr auch ausgezahlt.Im neuen Jahr erwartet die Volksbank fürs Geschäft "Stabilität auf niedrigem Niveau". Die heimische Wirtschaft sei "noch nicht an Schmitz Backes vorbei". Die Unternehmen würden derzeit keine großen Umsatzsprünge erwarten. Die Bank hat die eigene Risokovorsorge im Blick; eine Kreditklemme sieht man aber nicht. Die Unternehmen müssten aber eben auch die Bonität für Kredite aufweisen.
Die Volksbank bildet im Schnitt 30 Bank-Azubis aus. 10 haben jetzt die Prüfung bestanden und wurden alle übernommen. Berufliche Entfaltungsmöglichkeiten bei der Volksbank, so Grande, seien überaus vielfältig.
© Gerhard Schattat, rga-Remscheid, 28.02.2010