VOLKSBANK Rückblick auf 2010:

ein „ordentliches“ Jahr.

Als mittelständisch geprägte Bank sieht sich die Volksbank Remscheid-Solingen von der Weltwirtschaftskrise ebenso getroffen wie die Firmen. „Das vergangene Jahr war - zumindest zu Anfang - noch krisenbehaftet. Aber insgesamt ist es ordentlich gelaufen“, so das Fazit des Vorstandsvorsitzenden Frithjof Grande und seines Kollegen Andreas Otto. Während die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2010 um 45 Millionen Euro gestiegen ist, schrumpfte das Kreditgeschäft um 50 Millionen Euro. 

 

„Erst mal abwarten, wieder Boden unter die Füße kriegen, das haben sich wohl viele Unternehmer gesagt“, vermutete Grande. Man sei noch nicht ganz überzeugt, ob man auf Dauer aus der Krise raus ist. Der Vorstandsvorsitzende verschwieg aber auch nicht, dass die Kriterien, nach denen Kredite vergeben werden, nach der Krise verschärft wurden. 

 

Mit 40 Millionen Euro plus hat das Einlagengeschäft, dazu zählen Sparbriefe oder auch Tagesgelder, zugenommen. „Auch im Firmengeschäft“, betonte Grande. Den Zinsüberschuss von 35,4 Millionen Euro bezeichneten die beiden Banker als „sehr gut“. Dass sie als Ergebnis vor Bewertung 17,8 Millionen Euro ansetzen, sehen sie als einen Sicherheitspuffer an. 

 

Fachliche Beratung für Ärzte und Physiotherapeuten 

Langsam aufbauen will die Volksbank zukünftig den Bereich, dem sie den Oberbegriff „Heilberufe“ gegeben hat. Ärzte oder auch Physiotherapeuten sollen mehr und mehr eine fachliche Beratung von Bankern erfahren, die sich speziell in diesem Themenfeld weitergebildet haben. Otto: „Wenn hier investiert werden soll, dann müssen wir auch die Kompetenz haben, den Markt einzuschätzen“. 

 

Stolz ist man bei der Volksbank, dass nach wie vor über Bedarf ausgebildet wird. Unter den 268 Mitarbeitern sind 30 Auszubildende. Damit will die Volksbank nicht zuletzt dem zu erwartenden Facharbeitermangel vorbeugen. nab

 

 

© Solinger Tageblatt 11.03.2011

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