IMMOBILIENBÖRSE: Experten informierten gestern bei der Volksbank Remscheid-Solingen eG
Ob Aufschwung oder wirtschaftliche Krisenstimmung:
Eine Investition in die eigenen vier Wände hat bei vielen Deutschen immer Konjunktur, egal, ob als Kapitalanlage oder als Altersvorsorge. Über Chancen, aber auch Risiken konnten sich Interessenten am Sonntag auf der Solinger Immobilienbörse informieren.
Zum Auftakt der Ausstellung würdigte Oberbürgermeister Norbert Feith das Engagement der 13 Aussteller und betonte die Unverzichtbarkeit, auch weiterhin in Solingen für attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Vor allem auf familienfreundliche und altersgerechte Angebote müsse in Zukunft besonders Wert gelegt werden, unterstrich Feith.
Ungeachtet der Preisklasse des Objektes zeigt sich, dass besonders auf Lage und Ausstattung der Immobilien geachtet wird. „Viele interessieren sich auch für Modernisierungen und Umbauten, sei es das barrierefreie Bad oder eine neue Heizungsanlage“, erläutert Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Remscheid- Solingen.
Als entscheidenden Faktor für die Attraktivität des Immobilienmarktes im Bergischen Land sieht Grande die Wirtschaft in der Region: „Wichtig ist, dass die Industrie nicht nur bleibt, sondern sich auch vermehrt ansiedelt.“
Staatliche Förderungen nutzen
Trotz oder gerade wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten rät Jochen Oberlack, Abteilungsleiter der Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank, sich jetzt über Finanzierungsangebote zu informieren: „Für alle Vorhaben gibt es derzeit viele Möglichkeiten.
Besonders im Bereich der energetischen Sanierung werden die Förderungen jedoch eher eingeschränkt als ausgeweitet.“ Bei durchschnittlichen Kosten im hohen fünfstelligen Bereich komme es schließlich auf jeden Euro an, so Oberlack weiter.
© mf Solinger Tageblatt 19.09.2011, Foto: Christian Beier